Musterfeststellungsklage vw beispiele

Nach Angaben des Bundesjustizministeriums haben sich rund 446.000 Kläger der Sammelklage angeschlossen, die gemeinsam vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) und dem größten Automobilclub des Landes, dem ADAC, organisiert wird. Der Volkswagen-Abgasskandal, auch bekannt als Dieselgate[23] oder Emissionsgate[24], begann im September 2015, als die US-Umweltbehörde EPA eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Clean Air Act an den deutschen Automobilhersteller Volkswagen Group richtete. Die Behörde hatte festgestellt, dass Volkswagen absichtlich Turbo-Direkteinspritzer (TDI) Dieselmotoren programmiert hatte, um ihre Emissionskontrollen nur bei Labor-Emissionstests zu aktivieren, wodurch die NO x-Leistung der Fahrzeuge bei regulatorischen Tests den US-Normen entsprach, aber bis zu 40-mal mehr NO x im realen Fahren ausstieß. [25] Volkswagen setzte diese Software in den Modelljahren 2009 bis 2015 in rund 11 Millionen Autos weltweit ein, davon 500.000 in den USA. [26] [27] [28] [29] Am 14. März 2016 wurde die Volkswagen AG in Deutschland verklagt, weil sie die Finanzmärkte nicht rechtzeitig über Abschalteinrichtungen in Dieselmotoren informiert haben soll. Die Klage im Namen von 278 institutionellen Anlegern verlangt 3,3 Mrd. EUR (3,7 Mrd. USD zum Wechselkurs im März 2016) als Entschädigung. [311] BlackRock Inc., der weltgrößte Vermögensverwalter, schloss sich im September 2016 anderen institutionellen Investoren an. [312] Im November 2015, nachdem in einigen Volkswagen-Modellen Abschalteinrichtungen gefunden worden waren, verhängte der Umweltminister eine Geldstrafe in Höhe von 14.100.000.000 US-Euro und ordnete die Zurückrufen der Fahrzeuge an. [252] Am 20. Januar 2016 hatte die Umweltbehörde des Landes Strafanzeige gegen VW gestellt und forderte Strafen in Höhe von bis zu 48 Milliarden Dollar.

Johannes Thammer, Geschäftsführer von Audi Volkswagen Korea, wurde untersucht und musste mit bis zu fünf Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von bis zu 30.000.000 US-Euro rechnen. [253] Der am 6. Januar 2016 vorgelegte Rückrufplan von Volkswagen für Südkorea wurde von den Behörden abgelehnt, da er eine Reihe wichtiger rechtlicher Anforderungen nicht erfüllte. [250] Die Behörden sollen am 23. März 2016 aus den gleichen Gründen einen überarbeiteten Plan abgelehnt haben. [254] Im Mai 2016 beschuldigten südkoreanische Behörden Nissan nach einer umfassenderen Untersuchung von 20 Dieselfahrzeugen, eine Abschalteinrichtung für die Manipulation von Emissionsdaten für den in Großbritannien gebauten Nissan Qashqai zu verwenden, was der japanische Autobauer bestritt. [255] “Volkswagen wird weiterhin mit der EPA zusammenarbeiten, um Abhilfemaßnahmen zu entwickeln, um die TDI-Fahrzeuge so schnell wie möglich in vollem Umfang mit den Vorschriften in Einklang zu bringen”, erklärte der Volkswagen Konzern in einer Stellungnahme zu der Klage.



Written by Brett Pierce - Visit Website

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